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Die Lebenskraft
§12 "Einzig die krankhaft gestimmte
Lebenskraft bringt die Krankheiten hervor, so dass die, unsern Sinnen wahrnehmbare
Krankheits-Äusserung zugleich alle innere Veränderung, das ist, die ganze krankhafte
Verstimmung der innern Dynamis ausdrückt und die ganze Krankheit zu Tage legt.
Hinwiederum bedingt aber auch das Verschwinden aller Krankheits-Äusserungen, das ist,
aller vom gesunden Lebens-Vorgange abweichenden, merkbaren Veränderungen mittels Heilung,
eben so gewiss die Wiederherstellung der Integrität des Lebens-Prinzips und setzt
folglich die Wiederkehr der Gesundheit des ganzen Organism notwendig voraus."
Die Lebenskraft als umfassendes Element des Seins
Die Lebenskraft ist der innewohnende, grundlegende
Selbstheilungsprozess des Organismus. Diese bioenergetische Kraft ist dem ähnlich, was
die Chinesen als Chi, die Japaner als Ki, die Yogis als Prana bezeichnen. Der
homöopathischen Theorie zufolge ist dieser bioenergetische Prozess empfänglich für die
Wirkung potenzierter Arzneien, so dass die Resonanz des potenzierten Arzneimittels auf die
Resonanz der Lebenskraft des einzelnen wirkt.
Sobald die Lebenskraft verstimmt ist, wird der
Mensch krank. Ist er sonst auf allen Ebenen gesund, wird das nur eine akute Erkrankung
sein, die bei entsprechender Behandlung oder "Ausleben" der Krankheit schnell
wieder kuriert ist. Die Lebenskraft ist nach der Erkrankung wieder "up to date",
d.h. der Mensch ist gesund.
Wird hingegen die Krankheit falsch behandelt, d.h.
unterdrückt, erlangt die Lebenskraft nicht mehr ihren ursprünglichen Level. Das ist
meist nicht schon nach einem Mal der Fall, in der Regel braucht es mehrere unterdrückende
Behandlungen. Bei vererbter Schwäche kann aber schon eine einmalige Unterdrückung
verheerende Folgen haben, die sich meist erst nach Jahren zeigen wird.
Die Ursache der verstimmten Lebenskraft ist
psychisch oder emotional. Wird der Mensch mit diesen Situationen nicht fertig, wird er
krank. Statt dass er sich nun Ruhe gönnt und sich besinnt, warum er wohl jetzt krank ist
oder einen Unfall hatte, schluckt er irgendwelche Medikamente, um schnell wieder arbeits-
und leistungsfähig zu werden.
"Unter" seinem Gesundsein schwellt die
nicht mehr volle Lebenskraft und es braucht nicht mehr viel und er wird wieder krank.
Dieses Mal vielleicht eine etwas schwerere Erkrankung. So gerät er immer tiefer in sein
Kranksein, von chronischen Krankheiten bis hin zu emotionalen und psychischen
Erkrankungen: Lustlosigkeit, Traurigkeit, Reizbarkeit bis hin zu schweren Depressionen und
psychischen Erkrankungen.
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